Projekt "Seelsorge in neuen Strukturen"

Liebe Mitglieder der Kirchengemeinden unserer Seelsorgeeinheit,

vielleicht haben es manche von Ihnen bereits über die Medien oder durch persönliche Gespräche mitbekommen: Unser Bischof und unser Diözesanrat haben am vergangenen Wochenende weitgehende Entscheidungen zur Zukunft der Kirchengemeinden unserer Diözese getroffen. Diese Entscheidungen werden auch für unsere Seelsorgeeinheit hier im Gäu Auswirkungen haben.

Leitend bei den Diskussionen und Entscheidungen im Diözesanrat war der Wunsch, auch zukünftig eine lebendige Kirche nahe bei den Menschen zu sein – und das auch in den Herausforderungen, vor die uns sinkende Kirchenmitgliederzahlen, zurückgehende finanzielle Mittel und besonders ein massiver Rückgang der Zahl der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, also nicht nur der Priester.

Bischof und Diözesanrat sind nach eingehenden Überlegungen zu der Auffassung gekommen, dass es notwendig sein wird, bestehende Strukturen zu verschlanken, um den Verwaltungsaufwand zurückzufahren und das pastorale Personal flexibler und zielgerichteter einsetzen zu können.

Konkret heißt das, dass die Zahl der Kirchengemeinden in unserer Diözese von über 1.000 auf eine Zahl zwischen 50 und 80 reduziert wird. Das bedeutet, dass mehrere bestehende Kirchengemeinden sich zu einer großen Kirchengemeinde vereinen, die von einem Pfarrer oder einem/einer Pfarrbeauftragten oder auch einem Leitungsteam zusammen mit einem gewählten Kirchengemeinderat und unterstützt von einem/einer hauptberuflichen Verwaltungsangestellten geleitet wird.

In den kommenden Monaten werden wir in den unterschiedlichen Gremien gemeinsam überlegen, mit welchen Kirchengemeinden wir uns zusammenschließen können; bisherige Grenzen von Seelsorgeeinheiten oder Dekanaten spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist: vor Ort soll und wird es auch zukünftig lebendige Gemeinde geben, die Nähe zu den Menschen darf nicht verloren gehen!

Diese Veränderungen sind sicherlich eine große Herausforderung. Aber mit Mut und Zuversicht dürfen wir diesen Weg gehen im Vertrauen darauf, dass Gott mit uns geht und uns seinen Geist als Beistand schenkt!

So grüße ich Sie herzlich mit allen guten Wünschen für eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

Pfr. Markus Ziegler